Unser Team: Schneeflocken im Sommer (Fun)

  1. Melanie J-xyz-eanine E-xyz-rni (Alumni)
  2. Alain L-xyz-euba (Alumni)
  3. Thadea B-xyz-erglas (Alumni)
  4. Werner Z-xyz-ellweger (Alumni)
  5. Annalene C-xyz-asty (Studentin)
  6. Martin V-xyz-ögeli (Alumni)

Unser Training (ist freiwillig):

Die offiziellen ASVZ-Infos sowie die Turnier-Infos (ZIP):

  • Datum: Freitag, 5. Dezember 2014
  • Wann: Noch alt (17:30 Uhr einspielen, erstes Spiel um 18 Uhr)
  • Wo: Noch alt (Sportanlage Fronwald, Halle 3, Fronwaldstr. 115, Zürich)
  • Weitere Informationen: Folgen am Turnier zu gegebener Zeit

Hinweise an die Mitspielenden: Unser Tenü – für das Siegerfoto ;-) – setzt sich aus blauen, grauen oder schwarzen (oder wenigstens dunklen) Hosen und roten (oder fast roten) T-Shirts zusammen.

Flughafen Doha
Flughafen Doha

Verlasse Sri Lanka, wie ich kam – bei Nacht und Nebel mit dem Taxi. Der Fahrer sagt kein Wort, dafür überholt er oft und hupt noch öfter. Eine Kuh steht behäbig mitten auf der Strasse. 04:35 Uhr, verspäteter Flug nach Doha, weiter im Shuttlebus, verspäteter Flug nach Zürich. Lese unterwegs “The Village in the Jungle” von Leonard Woolf über die Zeit, als Sri Lanka britische Kolonie war. Sabine überrascht mich in Zürich! Wechsle 2000 SLR in 7 CHF um und leiste mir damit einen Brezel mit Käse. In Sri Lanka bekommst du dafür zwanzig Mittagessen inklusive Tee und Dessert… Pech, das Gepäck blieb in Doha. Glück, obwohl ich vergesse das Billett abzustempeln, zuckt der Kondukteur im Zug nach Winterthur nicht mit der Wimper und noch bevor ich mich herausreden kann, hat er es schon abgeknipst.

Sitzungszimmer
Sitzungszimmer

Wie die Zeit doch vergeht. Schon ist mein letzter Tag in Sri Lanka angebrochen. Wir essen früh und fahren im gleichen Tuk-tuk, wie schon am ersten Tag, zum CDCE. Dort steht eine ganze Heerschar von Angestellten bereit, um das Sitzungszimmer für unseren Workshop zum Thema “Challenges of Hybrid Teaching and Good Practices” vorzubereiten. Jemand installiert den Beamer inklusive unterbrechungsfreier Stromversorgung und druckt unsere Unterlagen aus, andere montieren das Whiteboard, eine weitere putzt es, jener schneidet gemäss den Anweisungen von Visvanath Karton für die Namensschilder zurecht, zwei tragen einen zusätzlichen Tisch als Ablagefläche herein und die Organisatorin fragt andauernd, was wir sonst noch brauchen. Komme mir wie in einem hektischen Bienenstock vor.

Araliyas Garten
Araliyas Garten

Mano besucht am Wochenende ihre Familie, wir versorgen uns selbst. Zum Frühstück gibt es Butterbrot mit Banane, am Mittag vorgekochten Reis mit Beilagen. Danach trinken wir jeweils viel heissen Tee. So komme ich beim tropischen Klima ganz schön ins Schwitzen. Trotz Wochenende arbeiten wir angestrengt. Wir geben am Montag unerwarteterweise einen Workshop und bereiten uns vor. Wenn das nur gut geht – wissen weder wie viele Teilnehmer/innen uns erwarten, noch welche Hilfsmittel bereitstehen… Beim Nachdenken geniesse ich die Aussicht auf Araliyas Garten, so heisst Visvanaths Haus. Araliya nennen sie in Sri Lanka den Tempelbaum, bei uns kennt man die wohlriechende formvollendete Pflanze als Frangipani (Plumeria). Nun ratet doch einmal, wessen Lieblingsblüte das ist.

Eingeölter Bambus
Eingeölter Bambus

Früh geht es zum Dorffest, um acht Uhr sind wir dort. Allein unter Einheimischen fühle ich mich als Exot. Mit Nationalhymne ab Mobiltelefon und Segensspruch vom Mönch wird eröffnet. Spontane Einladung auf Süssspeisen mit anschliessendem Tee. Ich weiss nicht, wie mir geschieht. Zurück beim Fest sehen wir Kinder, die mit verbundenen Augen das Auge des gemalten Elefanten treffen, schnell Ballone durch aufblasen zum Platzen bringen, Frauen in Saris rennen und raspeln Kokos um die Wette, im Kreis aufgestellt, gibt es ein Hutspiel, welches an die Reise nach Jericho erinnert und Eimerketten ohne Eimer nur mit Händen füllen leere Falschen mit Wasser. Allein unterbrochen von schallenden Gesangsdarbietungen reden eine Frau und ein Mann über dröhnende Lautsprecher ohne Punkt und Komma.

ABC-Liste
ABC-Liste

Elektrizität und Netzwerk funktionieren aber die Reservation nicht. Wir müssen im ersten Teil des Workshops auf einen Hörsaal mit Stühlen für 300 Studierende ausweichen. Da verschwinden meine sieben Teilnehmenden in den Reihen. Zur Aktivierung des Vorwissens beginnen wir mit einer ABC-Liste. Hierbei merke ich, dass der vorbereitete Input über das realistische Ziel hinaus schiesst und kürze ab. Nach einer Pause fahren wir im Seminarraum mit dem praktischen Teil weiter. Sofort geht die Aufmerksamkeit hoch. Sie freuen sich über jeden noch so kleinen Erfolg. Zwischendurch gibt es eine Bewegungspause inklusive Augen-Yoga. Am Schluss lasse ich die “Teacher Evaluation” ausfüllen und freue mich, dass unter “Considering all aspects, the lectures were good.” alle die Höchstnote ankreuzen!

CNC-Maschine
CNC-Maschine

Gebe morgen einen Workshop zum Thema Web-Technologien. Da wir praktisch am Computer arbeiten, kann dabei viel schief laufen, bin dementsprchend nervös. Heute bereite ich schon einmal den Seminarraum vor. Werfe eingetrocknete Filzstifte und verstaubtes Papier fort, welches seit Jahren herumliegt. Das Whiteboard sieht mehr nach Greyboard aus, also besorge ich einen brauchbaren Lappen sowie bissiges Reinigungsmittel und putze, bis unter dem Schmutz der Jahrzehnte das Weiss in neuem Glanz erstrahlt. Auch die Tische stehen bald in Reih und Glied. Bei vielen Stühlen wurde die Schutzfolie nie entfernt. Weg ist sie. Magnete oder Pinnwände finden sich keine, schade, würde sie gerne im Unterricht einsetzen. Lüften – fertig! Wenn morgen nur Elektrizität und Netzwerk funktionieren…

Department of Production Engineering
Department of Production Engineering

Auf Sri Lanka herrscht eine ausgeprägte Teekultur. So trinken Visvanath und ich oft zum Frühstück von Mano serviert, in der Pause, am Mittagstisch, im Dozentenfoyer und vor dem zu Bett gehen feinsten Ceylon-Tee – pur, mit Milch oder gelegentlich auch Zucker gesüsst. In der Mensa fällt zu meinem Leidwesen auf, dass Studierende eher Süssgetränke konsumieren. Dort sticht auch die typische Bekleidung ins Auge. Studenten tragen Halbschuhe, leichte Stoffhosen, Gürtel sowie kurze Hemden. Die obligate Uhr komplettiert den Auftritt der Dozenten. Studentinnen bekleiden sich mit knielangen Röcken und Blusen. Dozentinnen oder Angestellten verleiht der traditionelle Sari den offiziellen Auftritt. So bin ich weit und breit der einzige mit Jeanshosen und Turnschuhen.