Bei meiner Ankunft in Colombo geht der erste Wolkenbruch der Saison nieder. Einer meint, das sei eine gute Sache, ich pflichte bei. Tagsüber verwandelt die Sonne Sri Lanka in einen brütenden Backofen, da bringt Regen eine willkommene Abkühlung. Wenn sich gewitterschwere Wolken zusammenballen, verdunkelt sich das Land und erwartungsvolle Stille breitet sich aus. Dann platschen vereinzelt schwere Tropfen, ermutigt folgen weitere und schliesslich gibt es kein Halten mehr. Der sprichwörtlichen Ruhe vor dem Sturm weicht tosendes Prasseln und wir Menschen erstarren in Ehrfurcht. Wasser sammelt sich in Dachkänneln, fliesst über Rinnsteine ab, an undichten Stellen tropft es in Eimer und Pfannen, Tassen und Kannen. Der Monsun dominiert den Mai, doch dann bin ich weg.